Lesen:
Es werden Buchstaben nicht gesehen oder verwechselt (g/p/q, d/b, g/k, d/t), die Kinder lesen zu langsam, verlieren die Zeile oder lesen ein ähnliches Wort, das gar nicht im Text steht. Sie können nicht inhaltliche Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen.
Rechtschreiben:
Die Kinder schreiben falsche Buchstaben, z.B. statt „bringen“ kommt „dringen“. Sie machen viele Fehler bei ungeübten, aber auch bei geübten Diktaten und sogar Fehler beim Abschreiben. Die Handschrift ist unleserlich.
Weitere Probleme:
Auch andere Schulfächer sind dadurch in Mitleidenschaft gezogen, z.B. Textaufgaben in Mathematik werden nicht verstanden und dadurch falsch beantwortet etc.
Dies führt dazu, dass diese Kinder sogar manchmal als „dumm“ angesehen werden. Spannungen im verzweifelten Elternhaus sind die Folge. Das Kind entwickelt dann oft genug emotionale Auffälligkeiten in Form von Ängsten, Traurigkeit, Herumhaspeln oder gar Aggressionen. Es entstehen also sekundär bereits psychische Probleme.
Therapie:
Aufgrund der komplexen Problematik brauchen die Kinder eine multimodale Lerntherapie, die auf ihre speziellen Bedürfnisse ausgearbeitet wird. Dazu gehören folgende Konzepte:
- Aufbau und Förderung der alphabetischen - , orthographischen – sowie der morphematischen Strategie.
- Metalinguistisches Schriftsprachtraining
- Auditives und visuelles Wahrnehmungstraining
- Individuelle Beratung und Anleitung der Eltern, damit sie den Schriftspracherwerb ihres Kindes sinnvoll unterstützen und Spannungen abbauen können
Finanzierung:
Die Finanzierung dieser Lerntherapie stellt Eltern oft vor große Probleme. Außerschulische Förderung wird manchmal durch das Jugendamt finanziell unterstützt (gemäß Eingliederungshilfe §35a SGB VIII, IX). In der logopädischen Sprachpraxis Wied können Sie sich darüber gern informieren.
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